Im Krieg geht es nicht um Ruhm, sondern um das Töten, um den organisierten Verschleiß von Menschenleben.
Mit der Wehrpflicht beginnt eine Kette an möglichen Konsequenzen, der du dich später nicht mehr entziehen kannst.
Das Ziel der Rekrutierung weiterer Soldaten ist es, eine größere Reserve aufzubauen, um unter anderem die Gefallenen an der Front schnell wieder nachbesetzen zu können.
Es wird von beiden Seiten nicht nur Munition an die Front geliefert, sondern auch Menschen, denn sie werden auf dem Schlachtfeld genauso „verbraucht“ wie Munition und Granaten. So schlimm es klingt: Auch die Ressource Mensch muss ständig aufgefüllt werden, weil sich die vermeintlichen Gegner gegenseitig umbringen. Beide Seiten sind der festen Überzeugung auf der richtigen Seite zu stehen.
Die erste Besetzung der Front wird durch bestehende Soldaten gedeckt. Früher oder später wird jedoch mit Menschen wie dir nachbesetzt.
„Gewinnen“ kann auf beiden Seiten nur der, der besonders rücksichtslos nicht nur mit den gegnerischen, sondern auch mit den eigenen Soldaten umgeht. Diese werden in Wellen dem Gegner entgegengeschickt, so lange, bis man wieder ein Stück Land gewonnen hat.
Ein moderner Abnutzungskrieg zeigt, wie brutal diese Logik ist: Nach Angaben der britischen Regierung wurden allein im Jahr 2025 rund 420.000 junge russische Männer getötet oder schwer verletzt, um lediglich 0,8 Prozent zusätzliches ukrainisches Territorium zu kontrollieren. Ukrainische Soldaten und Soldatinnen sind möglicherweise in ähnlicher Zahl ums Leben gekommen. Über diese Menschen und die Schicksale ihrer Angehörigen wird jedoch nicht gesprochen.
Stärke bedeutet nicht, töten zu können.
Stärke bedeutet für das moralisch Richtige einzustehen.
Stärke bedeutet aus der Vergangenheit zu lernen.
Artikel 4, Absatz 3 des Grundgesetzes schützt dich: „Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden.“ Nutze dein Recht – jetzt.