Kriegsdienstverweigerung 2026 – KDV-Antrag stellen & Wehrdienst verweigern

Grundrecht statt Wehrpflicht!

Diese kostenlose App führt dich Schritt für Schritt zu deiner Kriegsdienstverweigerung. Verständlich und anonym. Entwickelt mit Betroffenen und KDV-Beratern. Mehr erfahren

Ein Service des BSW · Informationen für Eltern · Stand: März 2026
#IchTöteNicht

Wenn das auch deine Überzeugung ist, bist du hier richtig. Dein Recht, den Kriegsdienst aus Gewissensgründen zu verweigern, ist ein starkes Zeichen für den Frieden. Wir helfen dir, dieses Recht wahrzunehmen.

Der juristische Begriff lautet Kriegsdienstverweigerung – umgangssprachlich auch Wehrdienstverweigerung. Gemeint ist dasselbe Grundrecht: Artikel 4 Absatz 3 des Grundgesetzes schützt dich.

Wichtig!

Politiker aus den Regierungsparteien haben gefordert, dass der sogenannte Spannungsfall gelten soll. Falls das passiert, hat das Folgen für deine Kriegsdienstverweigerung:

Grundsätzlich gilt: Im Spannungs- und Kriegsfall entfällt nach § 11 Abs. 1 Nr. 1 KDVG die aufschiebende Wirkung eines laufenden KDV-Antrags und darüber hinaus auch bei einem laufenden Verwaltungstreitverfahren. Wer dann noch keinen anerkannten Antrag hat, kann trotz laufendem Verfahren eingezogen werden.

Wichtige Ausnahme: Für ungediente Wehrpflichtige, die vor dem 1. Januar 2010 geboren sind, gilt diese Regel vorläufig ausdrücklich nicht. § 13 Abs. 3 KDVG stellt klar, dass § 11 Abs. 1 Nr. 1 auf diese Fälle nicht anzuwenden ist. Ihre Anträge behalten auch im Spannungsfall die aufschiebende Wirkung. Dies bestätigt auch das BAFzA auf seiner offiziellen Website.

Die Spannungsfall-Falle

Durch den teilweisen Wegfall der aufschiebenden Wirkung laufender Kriegsdienstverweigerungsanträge und gleichzeitig erheblich längerer Bearbeitungszeiten, weil die Anzahl der Anträge steigt, kann die Einberufung zum Wehrdienst unter Umständen schneller erfolgen, als die Bearbeitung des Antrages.

Wichtig: Für vor dem 1.1.2010 Geborene gilt der Wegfall der aufschiebenden Wirkung nach § 13 Abs. 3 KDVG derzeit nicht. Aber: Diese Schutzklausel kann jederzeit durch den Gesetzgeber geändert werden. Zudem gilt sie nicht für die nachrückenden Jahrgänge ab 2010.

Daher lautet unsere Empfehlung seit dem 1. Januar 2026:
Stelle jetzt sofort einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung. Zwar sind vor dem 1.1.2010 Geborene durch § 13 Abs. 3 KDVG im Spannungsfall derzeit geschützt – aber Gesetze können sich schnell ändern, Bearbeitungszeiten steigen, und nur eine rechtskräftige Anerkennung bietet dauerhaft vollen Schutz.

Schnell-Check: Was gilt für dich?

Beantworte ein paar Fragen und erhalte deinen persönlichen Fahrplan.

In welchem Jahr bist du geboren?

Beantworte die Frage, um deinen persönlichen Fahrplan zu erhalten

Welches Geschlecht hast du?

Wurdest du bereits gemustert?

Die Musterung prüft deine Tauglichkeit

Handlungsbedarf: Antrag auf Kriegsdienstverweigerung stellen:

Wehrpflicht besteht. Auch wenn sie ausgesetzt ist, kann sie jederzeit schnell wieder aktiviert werden. Ab 1.7.2027 ist die Musterung wieder Pflicht, der Wehrdienst evtl. nicht. Wenn sich allerdings nicht genug Freiwillige zum Wehrdienst melden, was sehr wahrscheinlich ist, oder der Spannungsfall bzw. Kriegszustand ausgerufen wurde, wird es wieder zu einem aktivierten Wehrdienst kommen.

Gut zu wissen: Als vor dem 1.1.2010 Geborener bist du durch § 13 Abs. 3 KDVG zusätzlich geschützt: Im Spannungsfall bleibt die aufschiebende Wirkung deines Antrags bestehen. Aber: Diese Schutzklausel kann jederzeit geändert werden. Daher gilt: Je früher dein Antrag anerkannt ist, desto sicherer bist du – unabhängig von künftigen Gesetzesänderungen.

Deine Situation:

Ob du bereits tauglich gemustert wurdest oder noch nicht gemustert bist – in beiden Fällen ist ein Antrag auf Kriegsdienstverweigerung der wichtigste Schritt für dich.

Dein Fahrplan:

  1. 1
    Gewissensfindung

    Reflektiere deine Werte und Überzeugungen

  2. 2
    Begründung schreiben

    Persönlich und authentisch, keine Mustertexte kopieren

  3. 2a
    Unabhängige Beratungsstelle kontaktieren

    Lass deine Begründung von erfahrenen Beratern überprüfen. Es gibt unabhängige Organisationen, die auf Kriegsdienstverweigerung spezialisiert sind – z.B. DFG-VK, EAK.

  4. 3
    Antrag einreichen

    Per Einwurfeinschreiben an das BAPersBw

Aktuell kein akuter Handlungsbedarf

Deine Situation:

Du wurdest als untauglich eingestuft und kannst derzeit nicht zum Wehrdienst herangezogen werden. Allerdings: Die Wehrpflicht ruht nur, solange die Untauglichkeit besteht.

Gut zu wissen:

  • Eine erneute Musterung kann angeordnet werden
  • Du kannst trotzdem einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung stellen (aus Überzeugung)
  • Im Spannungsfall könnten die Tauglichkeitskriterien gelockert werden, daher kann auch für dich eine Kriegsdienstverweigerung Sinn machen, wenn der Grund für die Musterung als untauglich unter Umständen künftig nicht mehr zu einer solchen führt.

Sonderregelung für deinen Jahrgang

Deine Situation:

Jahrgänge 1992-2007 („weiße Jahrgänge") werden von der Bundeswehr im ersten Schritt nicht erfasst. Das kann aber jederzeit kurzfristig erfolgen.

Gut zu wissen:

  • Im Spannungs-/Verteidigungsfall gilt die Wehrpflicht für alle Männer bis 60 (eine Ausweitung bis 70 Jahre wird bereits diskutiert)
  • Du solltest jetzt schon unbedingt einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung stellen
  • Für Reservisten (ehemalige Soldaten) und aktive Soldaten gelten andere Regeln.

Keine Wehrpflicht für dich

Deine Situation:

Als Frau oder Person mit diversem Geschlechtseintrag bist du nicht wehrpflichtig. Der Fragebogen der Bundeswehr ist für dich freiwillig.

Gut zu wissen:

  • Im Spannungs- und Verteidigungsfall können Frauen zu zivilen Sanitätsdiensten herangezogen werden
  • Die rechtliche Zuordnung einer Person zum männlichen Geschlecht bleibt in diesem Zusammenhang für die Dauer des Spannungs- oder Verteidigungsfalls bestehen, wenn die Änderung des Geschlechtseintrags im zeitlichen Zusammenhang, also weniger als zwei Monate vor Eintritt des Spannungs- oder Verteidigungsfalls erklärt wurde. Auch hier ist bei einer ansteigenden Zahl der Eintragungen von längeren Bearbeitungszeiten auszugehen.
  • Du kannst diese Seite gerne mit Freunden teilen, die betroffen sind
Trotzdem informieren

Gute Chancen für deinen Antrag

Die Anerkennungsquote bei Anträgen für Kriegsdienstverweigerung ist sehr hoch. Aber: Um Erfolg zu haben, wird eine gute Vorbereitung immer wichtiger. Was du wissen solltest: Selbst, wenn dein Antrag abgelehnt wird, hast du die Möglichkeit zu einer Klage vor dem Verwaltungsgericht - mit guten Chancen auf Erfolg!

Info zum Fragebogen

Das Amt schickt Dir einen Fragebogen zu. Wenn Du den Kriegsdienst verweigern willst, solltest Du bei den Antworten ein paar Punkte beachten.

Dieser Kompass ersetzt keine Rechtsberatung. Für eine verbindliche Beratung empfehlen wir, Kontakt zu den hier verlinkten, spezialisierten Organisationen aufzunehmen.

Ehrliche Überzeugung zeigen

Deine Antworten müssen deine ehrliche Überzeugung widerspiegeln. Wenn du aus Gewissensgründen den Dienst an der Waffe ablehnst, muss dies auch aus deinen Antworten im Fragebogen klar hervorgehen – besonders bei der Frage zur „Bewertung Interesse am Dienst als Soldatin oder Soldat".

Keine Widersprüche

Beantworte alle Fragen ehrlich und im Einklang mit deiner Überzeugung. Unterschiedliche Antworten im Fragebogen und deiner späteren Begründung zur Kriegsdienstverweigerung könnten deine Glaubwürdigkeit beeinträchtigen.

Wichtig: Fragebogen auf jeden Fall ausfüllen!

Das Nicht-Ausfüllen ist eine Ordnungswidrigkeit die bestraft werden kann. Der Fragebogen muss fristgerecht eingereicht werden. Die Frist findest du in deinem Anschreiben oder auf dem Fragebogen.

Wenn du Dich mehrmals weigerst, den Bogen auszufüllen, können Zwangsgelder verhängt werden.

Deshalb: Fülle den Fragebogen aus – aber mit den richtigen Antworten, die deine spätere Kriegsdienstverweigerung nicht gefährden.

Warum gibt es Kriegsdienstverweigerung?

Die Wehrpflicht ist ein staatlicher Zwang, der Menschen verpflichtet, Militärdienst zu leisten. Dabei kann es dazu kommen, dass Du möglicherweise andere Menschen töten musst. Die Mütter und Väter des Grundgesetzes haben deswegen erkannt: Niemand darf gegen sein Gewissen zu solchem Handeln gezwungen werden.

Kriegsdienstverweigerung ist keine „Drückebergerei" – sie ist dein Menschenrecht, um deine Würde zu schützen. Wer aus Gewissensgründen keine Waffe gegen Menschen richten will, verdient Respekt, nicht Verachtung – sie schützt damit auch das Recht von anderen Menschen auf Leben und körperliche Unversehrtheit.

Die wichtigste Frage: Jetzt Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer stellen oder abwarten?

Seit dem 1. Januar 2026 empfehlen Experten:
Stell deinen Antrag für Kriegsdienstverweigerung am besten sofort! Wenn die Regierung entscheidet, dass ein Krieg bald kommen kann, dann macht sie die Gesellschaft dafür bereit, indem sie erklärt: Jetzt ist ein „Spannungsfall". Wenn das passiert und Du erst danach einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung stellst, kann es sein, dass du trotzdem zur Bundeswehr musst. Daher: Nur wenn dein Antrag vorher gestellt und auch vom Staat bewilligt wurde, hast Du vollen Schutz!

Wir empfehlen, deine Begründung von erfahrenen Beratern prüfen zu lassen. Unabhängige Organisationen wie z.B. DFG-VK, EAK sind auf Kriegsdienstverweigerung spezialisiert und beraten kostenlos.

Wehrpflicht & Bedarfswehrpflicht 2026: Was gilt für Jahrgang 2008?

Es gibt ein neues Gesetz: Das Wehrdienst-Modernisierungsgesetz (WDModG). Danach müssen alle Männer ab dem Jahrgang 2008 per Fragebogen erfasst werden. Ab dem 1. Juli 2027 geht es dann richtig los: Dann wird wieder jeder dieser Männer gemustert werden. Das bedeutet, dass alle jungen Männer zu einem Arzt müssen, wo sie getestet werden, ob sie zur Armee gehen könnten. Trotzdem: Der Dienst bei der Bundeswehr bleibt zunächst freiwillig – das kann sich aber durch ein neues Gesetz schnell ändern. Danach könnte der Dienst in der Bundeswehr verpflichtend werden. Wer den Wehrdienst aus Gewissensgründen verweigern möchte, sollte am besten bereits jetzt einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung stellen.

Was ist neu?

  • Erfassungspflicht: Alle 18-Jährigen Männer müssen den Fragebogen ausfüllen
  • Musterung: Ab dem 1. Juli 2027 wird aller Voraussicht nach wieder jeder nach 2008 geborene gemustert. Das kann sich aber jederzeit und auch sehr schnell wieder ändern.
  • Freiwilligkeit: Der Wehrdienst selbst bleibt zunächst freiwillig, das kann sich aber jederzeit und auch sehr schnell wieder ändern!
  • Reserve: Ziel ist der Aufbau einer größeren Reserve, um u. a. die Gefallenen an der Front schnell wieder nachbesetzen zu können.

Dein Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung

Artikel 4 Absatz 3 des Grundgesetzes garantiert: „Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden." Dieses Recht ist stark geschützt.

Woher kommt dieses Recht?

KDV ist ein eigenständiges Grundrecht im Grundgesetz – kein bloßes Zugeständnis. Art. 4 Abs. 1 GG schützt die Gewissensfreiheit, Art. 4 Abs. 3 GG konkretisiert diesen Schutz für den Kriegsdienst. Das Bundesverfassungsgericht hat dies ausdrücklich bestätigt (BVerfGE 12, 45).

Wer kann verweigern?

  • Alle wehrpflichtigen Männer (auch vor der Musterung)
  • Aktive Soldatinnen und Soldaten
  • Reservistinnen und Reservisten

Was bedeutet "Gewissensentscheidung"?

Eine echte Gewissensentscheidung ist eine sittliche Entscheidung, die das Töten im Krieg als absolutes Unrecht empfindet. Sie bindet die Persönlichkeit so tief, dass ein Handeln dagegen schwere seelische Not auslösen würde.

Wichtig: Politische Argumente allein ("Ich lehne die NATO ab") reichen nicht aus!

Das Gewissen verstehen

Dein Gewissen ist dein innerer Kompass. Es entwickelt sich durch Erziehung, Erfahrungen und Werte. Eine Gewissensentscheidung ist keine spontane Meinung, sondern das Ergebnis tiefer Reflexion. Dass der Staat eine bestimmte Form von Gewissen zur Voraussetzung für eine erfolgreiche Verweigerung macht, ist allerdings anmaßend.

Fragen zur Selbstreflexion:

  • Welche Werte haben deine Eltern dir vermittelt?
  • Gab es Schlüsselerlebnisse, die deine Haltung zu Gewalt geprägt haben?
  • Warum lehnst du jede Armee ab, nicht nur die Bundeswehr?

Quellen des Gewissens:

Auseinandersetzung mit Geschichte und Krieg, humanistische Werte, religiöse Überzeugungen oder persönliche Erfahrungen mit Gewalt können alle zur Gewissensbildung beitragen.

Der Antragsprozess

Der Antrag auf Kriegsdienstverweigerung besteht aus einem Anschreiben, einem tabellarischen Lebenslauf und einer ausführlichen Begründung. Er wird an folgende Adresse geschickt: Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw), Militärringstraße 1000, 50737 Köln. Aktive Soldaten und Reservisten senden ihren Antrag an das Karrierecenter der Bundeswehr.

Die drei Dokumente:

  1. Anschreiben: Formeller Antrag mit Berufung auf Art. 4 Abs. 3 GG
  2. Lebenslauf: Tabellarisch, unterschrieben
  3. Begründung: Mehrere Seiten, persönlich verfasst, nachvollziehbare Gewissensentwicklung

Der Weg des Antrags:

Du schickst deinen Antrag an das "Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr". Dann entscheidet ein anderes Amt über deinen Antrag, und zwar das "Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben". Dann bekommst du den Bescheid zugeschickt, in dem steht, wie es weitergeht. Sollte dein Antrag abgelehnt werden, kannst du dich mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht dagegen wehren.

Wir empfehlen, dich zusätzlich von unabhängigen Beratungsorganisationen unterstützen zu lassen – z.B. DFG-VK oder EAK.

Dein Antrag auf Kriegsdienstverweigerung

Wir führen dich Schritt für Schritt durch den Prozess, von der Reflexion bis zu einem ersten Entwurf des Antrages.

WICHTIG: Dein Antrag, deine Worte!

Diese App ist ein Werkzeug, um deine Argumente für den Antrag zu sammeln und zu sortieren. Sie soll dir helfen, deine Gedanken zu strukturieren und keinen wichtigen Aspekt zu vergessen. Wichtig: Die App ist kein Textgenerator – das bedeutet, du musst deinen Antrag selbst schreiben! Das ist wichtig, denn:

Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) legt großen Wert auf eine persönliche Begründung. Vorgefertigte Texte oder standardisierte Argumente führen sehr wahrscheinlich zur Ablehnung deines Antrags! Das bedeutet: Du solltest auf keinen Fall KI nutzen (ChatGPT, Gemini & Co.) um deinen Antrag schreiben zu lassen! Die erfahrenen Sachbearbeiter des BAFzA erkennen typische KI-Muster. → Mehr dazu: Warum keine KI?

Nutze die hier gestellten Fragen als Anregung. Die Antworten und die finale Formulierung müssen zu 100% von dir kommen. Schreibe deine Geschichte, deine Gedanken und deine Gefühle in deinen eigenen Worten.

Wir empfehlen, dich zusätzlich von unabhängigen Beratungsorganisationen unterstützen zu lassen – z.B. DFG-VK oder EAK.

Navigation: Klicke auf die Buttons (1–4) oben oder nutze Vorwärts/Zurück am Ende jedes Schritts.
Speichern: Dein Fortschritt wird automatisch lokal gespeichert. Wir empfehlen, die Begründung auf einem Laptop zu schreiben.
Dein Fortschritt 0%
Reflexion Daten 1. Entwurf deiner Begründung Dokumente
1
Reflexion
2
Persönliche Daten
3
1. Entwurf deiner Begründung
4
Dokumente

Gewissensreflexion

Diese Fragen helfen dir, deine Gedanken zu ordnen und deine Begründung vorzubereiten. Nimm dir Zeit – es gibt keine falschen Antworten.

Wichtig: Keine KI-generierten Texte verwenden!

KI-generierte Begründungen werden erkannt und abgelehnt! Die Antworten und die finale Formulierung müssen zu 100% von dir kommen. Schreibe deine Geschichte, deine Gedanken und deine Gefühle in deinen eigenen Worten.

Diese App hilft dir, deine Gedanken zu strukturieren – sie schreibt nicht für dich.

1

Kindheit und Erziehung

Welche Werte wurden dir in deiner Kindheit vermittelt? Wie haben deine Eltern/Familie über Konflikte, Streit und Gewalt gesprochen?

Denk an:
  • Religiöse oder ethische Erziehung
  • Wie Konflikte in deiner Familie gelöst wurden
  • Was dir beigebracht wurde über "Recht haben" und "Unrecht tun"
  • Haben deine Eltern über die damaligen Kriege diskutiert?
2

Prägende Erlebnisse

Gab es Schlüsselmomente oder Erlebnisse, die deine Haltung zu Gewalt und Krieg geprägt haben?

Zum Beispiel:
  • Persönliche Erfahrungen mit Gewalt oder Konflikten
  • Geschichten von Großeltern und anderen nahen Verwandten über Krieg oder Flucht
  • Bücher, Filme, Dokumentationen die dich bewegt haben
  • Gespräche mit Geflüchteten aus Kriegs- oder Bürgerkriegsländern
3

Religiöse/Weltanschauliche Grundlagen

Spielen religiöse Überzeugungen oder eine bestimmte Weltanschauung eine Rolle bei deiner Ablehnung von Gewalt?

Mögliche Aspekte:
  • Christliche Werte: "Du sollst nicht töten", Feindesliebe
  • Religiöse Überzeugungen aus Christentum, Judentum, Islam und Buddhismus, humanistische Werte, persönliche Erfahrungen mit Gewalt, Auseinandersetzung mit Geschichte und Krieg.
  • Humanistische Überzeugungen: Würde des Menschen
  • Pazifistische Traditionen
  • Philosophische Auseinandersetzung mit Ethik
4

Auseinandersetzung mit Krieg

Wie hast du dich mit dem Thema Krieg und Militär auseinandergesetzt? Was hast du dabei gelernt?

Denk an:
  • Schulunterricht (Geschichte, Politik, Ethik)
  • Eigene Recherchen, Bücher, Podcasts, Videos und Soziale Medien
  • Gespräche mit Zeitzeugen, Veteranen und mit Menschen, die vor Krieg geflüchtet sind.
  • Gedenkstättenbesuche
5

Gewissenskonflikt

Was würde passieren, wenn du trotz deiner Überzeugung zum Kriegsdienst gezwungen würdest? Wie würdest du dich fühlen?

Wichtig für die Begründung:
  • Innerer Konflikt beschreiben
  • Seelische Belastung darstellen
  • Warum du NICHT gegen dein Gewissen handeln könntest
6

Konsequenzen im Alltag

Wie zeigt sich deine Haltung in deinem alltäglichen Leben? Engagierst du dich für den Frieden und die Gesellschaft?

Beispiele:
  • Ehrenamtliches Engagement (Friedensarbeit, Flüchtlingshilfe)
  • Mitgliedschaft in Organisationen
  • Wie du Konflikte in deinem Umfeld löst
  • Berufswunsch im sozialen/helfenden Bereich
  • Ehrenamtliches Engagement, u.a. Jugendarbeit

Daten sichern & übertragen

Sichere deine bisherigen Eingaben (Reflexionen, persönliche Daten, Begründung) als Datei. So kannst du sie bei Datenverlust wiederherstellen oder auf ein anderes Gerät übertragen.

Persönliche Daten

Diese Informationen werden für das Anschreiben und den Lebenslauf benötigt. Alle Daten bleiben auf deinem Gerät.

Persönliche Angaben

Adresse

Kontakt

Tabellarischer Lebenslauf

Füge die wichtigsten Stationen deines Lebens hinzu. Diese werden für den Lebenslauf verwendet.

Angaben zur Wehrerfassung

Daten sichern & übertragen

Sichere deine bisherigen Eingaben (Reflexionen, persönliche Daten, Begründung) als Datei. So kannst du sie bei Datenverlust wiederherstellen oder auf ein anderes Gerät übertragen.

Deine Begründung

Verfasse hier deine persönliche Begründung. Die Reflexionsfragen von vorhin helfen dir dabei. Nutze deine eigenen Worte! Verwende keine Textbausteine aus dem Internet oder Texte, die mit künstlicher Intelligenz erstellt wurden! Wir empfehlen, dich zusätzlich von unabhängigen Beratungsorganisationen unterstützen zu lassen – z.B. DFG-VK, EAK.

0 Wörter | ca. 0 Seiten Empfohlen: mind. 3.000 Zeichen (~1,5 DIN-A4-Seiten). Ausführliche Begründungen haben bessere Chancen!

Daten sichern & übertragen

Sichere deine bisherigen Eingaben (Reflexionen, persönliche Daten, Begründung) als Datei. So kannst du sie bei Datenverlust wiederherstellen oder auf ein anderes Gerät übertragen.

Deine Dokumente

Hier kannst du die erforderlichen Dokumente im Textverarbeitungsformat (.doc/.odf) herunterladen. Bearbeite sie in deinem Textprogramm, drucke sie aus, unterschreibe sie und schicke sie ab. Keine PDF-Dateien erstellen – verwende ein Textverarbeitungsformat, damit du die Dokumente noch bearbeiten kannst.

Anschreiben

Anschreiben an: Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr, Militärringstraße 1000, 50737 Köln. Betreff: Hiermit verweigere ich den Kriegsdienst mit der Waffe nach Artikel 4 Absatz 3 des Grundgesetzes. Wichtig: Du musst das Schreiben in deinen eigenen Worten verfassen und fertigstellen. Nenne dabei nur die Dinge, die du auch tatsächlich nennen musst.

Tabellarischer Lebenslauf

Chronologische Darstellung deines Werdegangs mit Unterschriftsfeld.

Begründung

Deine persönliche Gewissensbegründung – das Herzstück des Antrags.

Checkout-Checkliste: So versendest du deinen Antrag

Wir empfehlen, vor dem Versand eine Beratung bei unabhängigen Organisationen einzuholen – z.B. DFG-VK, EAK.

Empfängeradresse:
Bundesamt für das Personalmanagement
der Bundeswehr

Militärringstraße 1000
50737 Köln

NICHT an das BAFzA senden – das BAPersBw ist die richtige Adresse!

BAPersBw vs. BAFzA – Was ist der Unterschied?
  • BAPersBw (Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr): Nimmt deinen Antrag entgegen und leitet ihn weiter.
  • BAFzA (Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben): Prüft deinen Antrag und trifft die Entscheidung.

→ Senden an: BAPersBw | Entscheidung durch: BAFzA

Du hast den ersten Schritt getan.

Dein KDV-Antrag ist ein mutiger Schritt. Aber Frieden braucht mehr als Verweigerung – er braucht Menschen, die aktiv für eine bessere Welt eintreten. Erfahre, was funktioniert hat und was du noch tun kannst.

Frieden aktiv gestalten

Daten sichern & übertragen

Sichere deine bisherigen Eingaben (Reflexionen, persönliche Daten, Begründung) als Datei. So kannst du sie bei Datenverlust wiederherstellen oder auf ein anderes Gerät übertragen.

Fallstricke vermeiden

Diese häufigen Fehler können deinen Antrag gefährden. Kenne sie, bevor du startest.

1

Politische Argumente statt Gewissen

Falsch:

"Ich lehne die NATO-Politik ab und finde den Ukraine-Krieg ungerecht."

Richtig:

"Ich kann es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, einem anderen Menschen das Leben zu nehmen – unabhängig vom Kontext oder der politischen Situation."

Das BAFzA prüft, ob du jede Gewaltanwendung ablehnst, nicht nur bestimmte Kriege. Situative oder politische Verweigerung wird abgelehnt.

2

Mustertexte kopieren

Falsch:

Ganze Absätze aus dem Internet kopieren oder von Freunden übernehmen.

Richtig:

Deine eigene Geschichte, deine eigenen Worte, deine Erfahrungen.

Das Amt kennt alle gängigen Mustertexte. Erkennbare Kopien führen zu Rückfragen oder Ablehnung. Deine Begründung muss persönlich sein.

3

Fragebogen ignorieren

Falsch:

"Ich stelle einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung, also muss ich den Fragebogen nicht ausfüllen."

Richtig:

Fragebogen fristgerecht ausfüllen UND parallel/danach Antrag auf Kriegsdienstverweigerung stellen.

Der Antrag auf Kriegsdienstverweigerung befreit nicht von der Pflicht, den Fragebogen auszufüllen. Nicht-Ausfüllen ist eine Ordnungswidrigkeit mit Bußgeld!

4

Widersprüche im Lebenslauf

Problematisch:

Mitgliedschaft im Schützenverein, Interesse an Kriegsspielen oder Kampfsport zur Aggression

Unproblematisch:

Friedliche Kampfsportarten wie Tai Chi, Aikido, Judo zur Selbstverteidigung – diese können sogar die Achtung vor dem menschlichen Leben unterstreichen.

Lebenslauf möglichst knapphalten. Dinge wie Schützenverein erst gar nicht erwähnen. Nicht den beruflichen Lebenslauf verwenden. Zu viel Information für die Bundeswehr.

5

Falsche Adresse / Formfehler

Falsch:

Antrag direkt ans Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) schicken oder per normaler Post.

Richtig:

An das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw), Militärringstraße 1000, 50737 Köln per Einwurfeinschreiben schicken.

Anträge an die falsche Adresse gehen verloren oder werden verzögert. Die online abrufbare Sendebestätigung ist dein Beweis für den fristgerechten Eingang. Drucke sie dir aus und lege sie zusammen mit den Kopien deiner Unterlagen ab.

6

Zu kurze oder oberflächliche Begründung

Falsch:

"Ich bin gegen Krieg und möchte nicht töten." (nur 6 Sätze)

Richtig:

Ausführliche Darstellung deiner Gewissensentwicklung mit konkreten Beispielen (1,5-5 Seiten).

Eine überzeugende Begründung zeigt deine Entwicklung: Prägungen in der Kindheit, Schlüsselerlebnisse, Auseinandersetzung mit dem Thema, Konsequenzen für dein Leben.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Kriegsdienstverweigerung, Musterung, Fristen und den Antragsprozess.

Die Wehrpflicht besteht. Sie ist ausgesetzt, was bedeutet, dass sie gerade nicht umgesetzt wird. Die Wehrpflicht kann aber jederzeit schnell wieder aktiviert werden. Dafür müssen Bundestag und Bundesrat nur mit einfacher Mehrheit ein weiteres Gesetz verabschieden. Diese „Scharfschaltung" der Wehrpflicht kann schnell erfolgen, denn die große Mehrheit der Jugendlichen will nach allen Umfragen nicht freiwillig zur Bundeswehr – das bedeutet, sie brauchen Soldaten.

Wir empfehlen den hier angebotenen Schnell-Check durchzuführen und einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung jetzt zu stellen.

Ja, man kann den Antrag auf Kriegsdienstverweigerung auch vor der Musterung jederzeit stellen. Der Staat verlangt dafür ein Mindestalter von 17,5 Jahren. Und das ist der richtige Zeitpunkt, wenn man weiß, dass man nicht zum Töten ausgebildet werden will.

Derzeit und noch maximal bis 1. Juli 2027 verzichtet die Bundeswehr auf die Musterung von Kriegsdienstverweigerern. Das ist aber eine Ausnahme - später will der Staat Verweigerer wieder mustern, bevor er über den Antrag auf Kriegsdienstverweigerung entscheidet.

Jetzt verweigern – aus drei Gründen:

  1. Rechtssicherheit: Nur eine bereits anerkannte Kriegsdienstverweigerung bietet vollen Schutz – auch im Spannungsfall, auch bei künftigen Gesetzesänderungen.
  2. Spannungsfall-Risiko: Im Spannungsfall entfällt nach § 11 Abs. 1 Nr. 1 KDVG grundsätzlich die aufschiebende Wirkung laufender Anträge. Zwar sind vor dem 1.1.2010 Geborene durch § 13 Abs. 3 KDVG derzeit geschützt – diese Schutzklausel kann aber jederzeit geändert werden und gilt nicht für Jahrgänge ab 2010.
  3. Steigende Bearbeitungszeiten: Die Antragszahlen steigen stark (+45 % im Jahr 2024), die Anerkennungsquote sinkt (von 87 % auf 81 %). Wer wartet, riskiert längere Verfahren und härtere Prüfungen.

Das Nicht-Ausfüllen ist eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld belegt werden kann. Die richtige Strategie: Fragebogen fristgerecht ausfüllen und Antrag auf Kriegsdienstverweigerung stellen.

Nein, das Verfahren ist kostenfrei. Auch die Beratung bei unabhängigen Organisationen wie z.B. DFG-VK oder EAK ist kostenlos. Nur bei einer Ablehnung und Klage können Anwalts- und Gerichtskosten entstehen.

Bisher 2–6 Monate. Das kann sich aber schnell ändern. Du erhältst einen schriftlichen Bescheid per Post. Während des laufenden Verfahrens besteht Einberufungsschutz.

Alle Fragen und Antworten ansehen →

Nach der Anerkennung: Was bedeutet das für dich?

Deine Gewissensentscheidung ist anerkannt – hier erfährst du, was das praktisch bedeutet.

Befreiung vom Kriegsdienst

Du bist dauerhaft vom Dienst mit der Waffe befreit. Du kannst nicht mehr zum Wehrdienst eingezogen werden.

Möglicher Ersatzdienst

Im Spannungs- oder Verteidigungsfall kann ein ziviler Ersatzdienst verpflichtend werden: Pflege und andere soziale Aufgaben. Aber: Kein Waffendienst.

Registrierung

Deine Anerkennung wird beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) registriert. Die Daten sind vertraulich.

Bleibe weiterhin für Frieden aktiv!

Empfehle die Kriegsdienstverweigerung weiter, überlege dir, ob du nicht selbst auch Berater für Kriegsdienstverweigerung werden willst.

Informationen für Eltern

Sie möchten Ihr Kind bei der Kriegsdienstverweigerung unterstützen? Wir haben die wichtigsten Informationen für Sie zusammengestellt.

Zum Elternbereich

Beratung und Unterstützung

Du musst das nicht alleine durchstehen. Hier findest du kompetente Ansprechpartner.

Unabhängige Beratungsorganisationen

Grundrecht-KDV ersetzt keine individuelle Beratung. Die folgenden Organisationen sind unabhängig, stehen in keiner Verbindung zu diesem Projekt und beraten eigenständig zur Kriegsdienstverweigerung. Wir empfehlen sie aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung.

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es gibt weitere Beratungsangebote in Deutschland.

  • DFG-VK – Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen
    dfg-vk.de
  • EAK – Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden
    eak-online.de
  • Netzwerk Friedenskooperative – Informationsportal der deutschen Friedensbewegung
    friedenskooperative.de
  • Deutscher Friedensrat – Handreichung anfordern unter deutscher-friedensrat@web.de

Du bietest selbst KDV-Beratung an? Wenn du als Organisation in diese Empfehlungsliste aufgenommen werden möchtest, schreib uns an kdv@bsw-vg.de.

Fragen zum Grundrecht KDV?

Bei technischen Fragen, Feedback oder Verbesserungsvorschlägen sind wir für dich da.

Hinweis: Wir bieten keine individuelle Rechtsberatung.

kdv@bsw-vg.de